Switch to English site

Menu

Reiseberichte

Živeli!!!

Wir beschlossen, uns in den wenigen Tagen bis zur geplanten Heimkehr auf die Hauptstädte der zu durchreisenden Länder zu konzentrieren.
Nach einer für unsere Gewohnheiten schwindelerregend schnellen Grenzüberqeuerung (nicht mehr als 5 Minuten hat es gedauert) folgten wir der Straße durch die verschneite Landschaft bis zur Autobahn, mit der es dann sehr zügig nach Belgrad, Serbiens Hauptstadt, ging. Nur das Fallen unseres Benzinzeigers ist da noch schneller gewesen.

Im kalten aber schneefreien Belgrad, mit ca. 1,7 Mio. Einwohner die drittgrößte Stadt an der Donau, fielen uns zuerst die vielen zerstörten übrig gebliebenen Gebäude auf. Zeugnisse aus den nicht wenigen Bombardierungen, die die Stadt im 20. Jahrhundert erlebt hat - die letzte erfolgte 1999 durch die NATO im Zuge des Kosovokrieges.

Hatten wir kaum die Türkischen Lira in Bulgarische Lew eingetauscht, so stand nun der Serbische Dinar als Währung auf der "Tagesordnung". Da wir uns nur sehr kurz in den jeweiligen Ländern aufhielten bzw. aufhalten, kamen und kommen wir durchaus immer mal kurz durcheinander bei der Frage, in welchem Land wir sind und in welcher Währung man bezahlt. Ein Hoch auf EC- und Kreditkarte...

Wir besuchten u.a. die Festung von Belgrad, gelegen an der Mündung des Flusses Save in die Donau, bevor wir über die bekannte Pracht- und Ladenstraße Knez Mihailova ulica laufen und Nationaltheater und Nationalmuseum sowie weitere Repräsentationsbauten aufsuchen. Vom Trg Republike (Platz der Republik) schaffen wir es noch bis zum Haus der Nationalversammlung, bevor einsetzender Regen zusätzlich zur so schon wenig motivierenden Kälte das Ende unserer - eher kurzen - Sightseeing Tour einleitet.

Zerstörte Gebäude in Belgrad
Belgrad Festung
Belgrad Festung
Belgrad Festung
Knez Mihailova ulica
Hauses der Nationalversammlung

Abends werden wir von der Vermieterin unseres Apartments und ihrem Mann auf einen Sliwowitz, einem Obstbrand eingeladen. Es sollte nicht bei einem Mal bleiben, dass wir mit einem lauten Živeli!!! (Prost) anstießen. Am Vorabend unserer Weiterreise bekamen wir sogar noch eine Flasche von ihnen geschenkt. Getränkevorrat bis zur Heimreise ist also gesichert.

Nach drei Nächten in Belgrad sollte es dann auch schon weiter ins nächste Land, Ungarn, und damit auch die nächste Hauptstadt, Budapest, gehen.

Mmmhhh ... jetzt 'ne Städtereise!!!