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Reiseberichte

Hallo Türkei! ... Schnee?

Mit einer Geschichte von zwei anderen Overlandern im Hinterkopf, welche wir in Yazd im Iran gehört hatten und wonach diese beiden mit den Kurden im Südosten der Türkei erhebliche Probleme hatten sowie der uns immer noch nicht klaren Ursache für das Dröhnen unseres Autos machten wir uns ziemlich direkt durch den Osten der Türkei in Richtung Landeszentrum.

Verschneite Berge
Mount Ararat
Schnee auf Straße
Zentralanatolien
Geschwindkeitsvorschrift
Kaymakli-Höhlen

Hier in der Türkei sollten wir uns nun stets über zweispurige Straßen freuen können. Wir fuhren am fast vollständig von Wolken bedeckten höchsten Berg der Türkei (Mount Ararat, 5137m) vorbei und die Umgebung präsentierte sich uns immer verschneiter. An zwei Abenden waren wir bei Schneegestöber auf bereits erstmalig weißen Straßen unterwegs. Die Reifen zeigten dennoch guten Grip und das mehrmalige Übernachten im Auto (aufgrund völlig überzogener Unterkunftspreise im Land) war trotz der Kälte noch im machbaren Bereich.

Kostete der Sprit im Iran umgerechnet noch etwa 0,25€/l, so sahen wir uns nun mit Preisen zwischen 1,67 €/l und 1,86 €/l konfrontiert. Vermutlich ist und bleibt das der „Highscore“ auf der gesamten Strecke. Die Tankstellen, die der Iran zu wenig hatte, hat die Türkei zu viel. Mancherorts prügeln sich drei bis vier verschiedene Tankstellenketten auf einem halben Kilometer Strecke.
Unser Ziel in der Zentraltürkei war Kappadokien, genauer die Gegend um das kleine Örtchen Göreme.
Nach einem Besuch der unterirdischen Stadt bei Kaymakli etwas südlich, welche schon seit Jahrtausenden verschiedenen hier ansässigen Völkern als Zufluchtsort / Versteck diente, genossen wir den Blick über die Landschaft am Uchisar Castle.
Dass man hier in einer touristischen Regionen angekommen ist, erkannte man schnell an den vielen anderen Fremden. Erstaunlich viele Ostasiaten waren zu sehen, an der einen oder anderen Ecke hörte man Deutsch und auch Georgier waren hier anzutreffen.
Das charakteristischste Merkmal Kappadokiens sind die zahlreichen kegel- oder turmförmigen Felsen. Diese sind Tuffgesteine vulkanischen Ursprungs, welche durch starke stetige Erosion ihre außergewöhnliche Form erhielten.
In den vergangenen Jahrhunderten entstanden darin durch Menschenhand erschaffene Höhlen und Wohnstätten, die auch heute (überwiegend für touristische Zwecke) noch genutzt werden.

Nach dem „trockenen“ Indien, Pakistan und Iran gönnten wir uns hier mit einem Raki das erste alkoholische Getränk seit Langem. Nadines Gesicht hatte rot geleuchtet wie eine Verkehrsampel.

Kaymakli-Höhlen
Uchisar
Uchisar Castle
Am Uchisar Castle
Am Uchisar Castle
Blick auf Goereme
Blick auf Goereme
Blick auf Göreme
Blick auf Uchisar Castle

Das Dröhnen unseres Pajero wurde während der vergangenen Kilometer lauter und häufiger, was das Fahren wegen Sorge nach einem größeren bevorstehendem Defekt nicht gerade entspannt machte. Unser Plan daher: bis nach Istanbul kommen und dort das Auto zum Mitsubishi-Händler geben, während wir in die Stadt eintauchen. Sowieso standen ein Ölwechsel und ein neuer Luftfilter, der das im Auto enthaltene Stück Ruß ersetzen würde, auf dem Programm.

Bevor wir jedoch Istanbul und den Bosporus, welcher geografisch gleichbedeutend mit einem Abschied von Asien verbunden sein würde, erreichen würden, sollte uns die türkische Gendarmerie an einem Abend noch mal aus dem Schlaf reißen...