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Reiseberichte

Es geht weiter

Mit frisch gepressten Pakistan-Visa im Gepäck kam Nadine am 30.10., nach acht Tagen in Deutschland, wieder in Delhi, Indien an.
Die im Vergleich zu zahlreichen anderen Ländern der Welt vorbildliche Fahrweise der Deutschen hat sie die indischen Gewohnheiten ziemlich schnell vergessen lassen. Umso schwieriger war es für sie, sich wieder an den chaotischen indischen Straßenverkehr gewöhnen zu können. Doch nach zwei Tagen gewöhnt man sich an jeder Achterbahn!
Mit der Auskunft der deutschen Botschaft in Islamabad im Hinterkopf, wonach notwendige Genehmigungen für die Reise durch die pakistanische Problemprovinz Belutschistan derzeit nicht von den zuständigen Behörden erteilt werden würden, machten wir uns am Folgetag raus aus dem versmogten Delhi in Richtung Amritsar, der letzten Station auf unser Fahrt durch Indien, deren Ende wir kaum erwarten konnten.

Amritsar ist eine Stadt nahe der Grenze zu Pakistan und gleichzeitig Heimat des Goldenen Tempels der Sikh, ihrer heiligsten Stätte. Der Tempel, von außen goldig glänzend wie kaum ein anderes Bauwerk im Land, ist von einem Pool sowie weißen Gebäuden umgeben. Hier trifft man auf zahlreiche Sikh, die sich in dem Pool zwischen vielen Fischen waschen und den Gang um den Tempel unternehmen, ehe sie dessen goldenen Schrein betreten.

Goldener Tempel in Amritsar
Goldener Tempel in Amritsar
Goldener Tempel in Amritsar

Gegen Mittag ging es dann zur Grenze. Während die indischen Behörden an der Grenze die Gelegenheit nicht ausließen, sich ein weiteres Mal von ihrer langsamen und unroutinierten Seite zu zeigen (die Ausreise dauerte zwei Stunden!), war die Einreise nach Pakistan in weniger als einer halben Stunde erledigt.