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Reiseberichte

Die Schlammpisten der Sagaing-Division

Den Tag in Bagan verbrachten wir mit dem Besuch einzelner Stupas, der Nutzung des Swimming Pools im Hotel und einer Flussfahrt auf dem Ayeyarwady am Abend.

Tanken
Stupas
Unterwegs nach Monywa

Am Tag darauf setzte sich unser Konvoi wieder in Bewegung. Das nächste Ziel war die Kleinstadt Monywa sowie die auf dem Weg liegenden Phowintaung Höhlen, ein buddhistischer Tempelkomplex, der aus hunderten kleinen Höhlen, die in den Sandsteinfelsen geschnitzt wurden und jeweils Buddha-Statuen enthalten.
Obwohl die Etappe mit unter 200 km einer der kürzesten auf der Tour war, so dauerte die Fahrt doch bis zum frühen Abend, da Straßen und Verkehr erneut kein zügiges Vorankommen zuließen. Auf dem Weg machten wir Halt und als Mittagessen gab es u.a. burmesisches Curry oder Laphet Thohk, ein burmesischer Teeblattsalat mit Erdnüssen.

Phowintaung Höhlen
Mönchsprozession
Unterwegs nach Kalay

Die Etappe von Monywa in das nordwestlich gelegene Kalay sollte die zeitaufwendigste werden. Mit vollen Tanks verließen wir am Morgen gegen 8.00 Uhr Monywa und es ging Richtung Westen über Gangaw nach Kalay. Eine alternative direktere Route ist nur in einer sehr begrenzten (der trockensten) Zeit des Jahres nutzbar und so hatten wir letztlich eine Strecke von 340 km vor uns.
Auf dem Weg galt es zwei Bergketten zu überqueren, nachdem es am Morgen geregnet hatte. Zahlreiche Abschnitte der Straße waren unbefestigt und von tiefen Schlamm und Matsch überzogen. Während wir unterwegs reihenweise steckengebliebene Lkw sahen, und klassische Fahrzeuge wie auch unser Leitfahrzeug erhebliche Schwierigkeiten auf manchen Abschnitten hatten, so fühlten wir uns einmal mehr in der Wahl unsere Fahrzeugs bestätigt. Fahrspaß pur für die drei 4WDs!

Burmesisches Mittagessen
Unterwegs nach Kalay
Unterwegs nach Kalay
Unterwegs nach Kalay
Landschaft bei Kalay
Fluss

Nördlich von Gangaw verläuft die inzwischen wieder einigermaßen befestigte Straße durch ein von sattgrünen Reisfeldern gesäumtes Tal, welches westlich und östlich durch Gebirgsketten begrenzt wird und einen schön anzusehenden Sonnenuntergang ermöglicht. Zuvor blieb unser Guide-Fahrzeug erneut mit einem Platten liegen.

Am darauf folgenden Vormittag bewegen wir uns weiter nach Norden bis in die Grenzstadt Tamu und passieren unterwegs den Nördlichen Wendekreis. Nachdem wir bereits in Australien den Südlichen Wendekreis und auf Sumatra in Indonesien den Äquator mit dem Auto passiert hatten, konnten wir nun ein weiteres „Häkchen machen“.

Die kleine Stadt Tamu ist mit Ausnahme von ein paar Motorrollern auf den Straßen vergleichsweise ruhig. Ein Grund mag die Tatsache gewesen sein, dass es dem Ort nur zwischen 18.30 Uhr und 22.00 Uhr Strom gibt. Die sonst vorsichtige Frage nach Mobilfunkempfang oder gar WLAN konnten wir uns da selbstverständlich sparen.
Nach einem Gang über den Markt in der heißen Mittagssonne genossen wir am Abend unser letztes Myanmar Bier. Nach 7 Tagen und etwa 1650 km quer durch Myanmar war es schon wieder an der Zeit, dem Land und damit auch Südostasien „Auf Wiedersehen“ zu sagen.

Nördlicher Wendekreis
Typisches Dorf
Tamu Grenzbrücke

Für uns alle war klar, dass wir sehr gerne mehr Zeit im Land verbracht hätten, die Frage nach den Kosten hierzulande aber eine andere ist als in den östlichen Nachbarstaaten.
Nachdem unser erster Aufenthalt in Myanmar bei Nadine und mir nicht gerade mit Note Eins in Erinnerung geblieben war, so waren wir dieses Mal, insbesondere von den überaus freundlichen Einheimischen, positivst beeindruckt und können nun trotz der immer noch schwierigen Umstände im Land Myanmar zu unseren Highlights unserer Reise zählen.
Wir sagen "cè-zù tin-ba-deh" (vielen Dank) und halten ein Wiedersehen definitiv für möglich.