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Reiseberichte

REGENwald

Nach einem reibungslosen und schnellen Grenzübergang (wieder gänzlich ohne Auto-Durchsuchung) befanden wir uns nun in Thailand, Land 5 auf unserer Route.
Vor der Grenze hatten wir noch einmal vollgetankt, denn in Thailand ist das Benzin deutlich teurer. Wo wir sonst 0,51 €/l gezahlt haben, müssen wir nun unverschämte 0,88 €/l berappen.

Ko Tao Strand
Ko Pha-Ngan Strand
Großer Buddha Ko Samui

Nachdem wir unsere restlichen Malaysischen Ringgit in Thailändische Baht umgetauscht hatten, hieß unser erstes Ziel die Region Krabi, wo wir eigentlich etwas Zeit mit Strand und Sonnenbaden verbringen wollten. Aber die Regenzeit machte uns einen Strich durch die Rechnung und so fanden wir uns bei Starkregen in einem überdachten Café bei einem Glas Bier wieder. Ich hatte mal wieder einen übrig gebliebenen Geldschein in meiner Hosentasche gefunden und der Umtausch brachte uns das Geld für genau 2 Bier ein - Enrico rollt bei solchen Momenten eigentlich immer mit den Augen, aber diesmal hat es uns "kostenloses" Bier eingebracht und das Schimpfen blieb aus. Puh! ;) . Geplant waren eigentlich auch ein Ausflug mit einem Kajak und eine Klettertour, aber die fielen nun ins Wasser und wir verbrachten die 2 Tage mit Shopping und Strandspaziergängen, sobald sich der Regen kurz verzog.

Brettwurzelbaum
Ao Nang Strand
Arbeitselefant

Da wir bereits letztes Jahr das unweit gelegene Phuket erkundet haben, ging es nun auf direktem Weg zum Khao Sok Nationalpark, einem der ältesten Regenwälder der Erde und Heimat vieler Tierarten.
Auf dem Weg dorthin bekamen wir auch einen Arbeitselefanten zu sehen. Bei der Unterkunft angekommen waren wir positiv überrascht. Unser kleiner Bungalow war überaus gemütlich und sehr sauber. Und es gab kleine Babykätzchen was mich natürlich überaus gefreut hat und uns dazu veranlasste, mehr Zeit im Haupthaus als in unserem Bungalow zu verbringen. Enrico hat das auch alles andere als gestört, denn das Internet funktionierte nur bei der Rezeption.
Am nächsten Tag ging es mit voller Regenausrüstung hinein in den Nationalpark. Leider war wegen der starken Regenfälle von den eigentlichen 3 Wanderwegen nur einer geöffnet und dieser auch nur für ein paar Kilometer. Begleitet von Regen und den lautesten Zikaden, die wir je gehört haben, machten wir uns auf die Suche nach ein paar exotischen Tierarten. Wir fanden ein paar Affen, die ihre Toilette genau über dem Weg ausgerichtet hatten, verschiedene Vogelarten, Schmetterlinge, Echsen, Zikaden und einen Blutegel, welcher unseren Rucksack interessanter fand als uns.

Bungalow im Khao Sok Nationalpark
Blutegel
Kätzchen

Wieder in der Unterkunft kümmerten wir uns um die Beschaffung weiterer Dokumente für das Pakistan- und Iranvisum. Abends genossen wir die Ruhe bei einem Glas Bier auf unserem überdachten Balkon. Nach etwas Kramen im Auto holten wir noch eine Packung Teelichter hervor. Erstaunlicherweise hatten wir während unseres Aufenthalts nicht eine Mücke erlebt. Ein kleines idyllisches und ruhiges Paradies. Trotz Dauerregen. Es ist Regenzeit und Khao Sok noch dazu der Ort mit der höchsten Niederschlagsrate in ganz Thailand. Duschleitungen braucht sich hier keiner legen.

Fischer bei Prachuap Khiri Khan
Großen Palast von Bangkok
Stromleitungen in Bangkok

Nach 3 Nächten hieß es Abschied nehmen, denn nun sollte es nach Bangkok gehen. Leider war keine Zeit mehr, um ein paar Tage auf Ko Tao zu verbringen, welches letztes Jahr auf unserer Route lag und uns so gefallen hat, dass wir anstatt 4 Nächte ganze 15 Nächte auf der Insel verbrachten. Nach einem sehnsüchtigen Blick in Richtung Fähre und einer Nacht am Strand kamen wir am darauffolgenden Nachmittag in der Hauptstadt an.
In den nächsten Tagen führte uns unser Weg zur Myanmar-Botschaft, um erneut ein Visum zu beantragen und auch der Besuch einer Mitsubishi-Werkstatt stand an.
Außerdem brauchten wir wieder lupenreine, ungeknickte, unbeklebte, nicht eingerissene, nicht gewellte, nicht angemalte, wohlduftende, niegelnagelneue US-Dollar-Scheine für Myanmar. Zum Glück wissen die Banken Bescheid und es war kein Problem, solche zu bekommen. Morgen geht es weiter rauf Richtung Norden. Nach ein paar kleinen geplanten Zwischenstopps wollen wir spätestens am 29.09. in Mae Sot ankommen. Dort treffen wir uns mit den anderen Teilnehmern unserer Tour durch Myanmar. Start ist am 01.10., dann geht es für 7 Tage durchs Land in Richtung Indien.

Lange haben wir auf diesen Moment gewartet, dessen Organisation sehr viel Arbeit machte. Enrico meinte, wenn er sich die Gesamtzahl der „Myanmar-Mails“ anzeigen lassen wollen würde, würde das E-Mail-Programm abstürzen. ;)