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Reiseberichte

Vorabbesuch der einzelnen Länder – die Botschaften - DI 20.05.2014, sonnig, 16°C

Botschaft von Malaysia
Botschaft von Malaysia

Wir staunen nicht schlecht über die schönen und auffälligen im jeweiligen Landesstil gebauten Botschaftsgebäude, als wir in eines der "Botschaftsviertel" Canberras einbiegen.
Pünktlich zur ausgeschilderten Öffnungszeit stehen wir an der Botschaft des kleinen Inselstaates Osttimor – dem ersten Land auf unserer Tour nach Australien. Mit der Absicht, hier noch letzte Fragen zu klären und Infos einzuholen, stehen wir voller Erwartungen vor dem verschlossenen Tor. Nach dreimaligem Klingeln immer noch keine Antwort. Auch ans Telefon geht keiner. Super Start soweit. Wir entschließen uns, zur indonesischen Botschaft weiter zu fahren. Bargeld, jeweils zwei Passbilder und Pässe sind im Gepäck. Mehr war 2013 in der malaysischen Stadt Kota Kinabalu nicht notwendig, um sich erfolgreich für ein 60-Tage-Touristenvisum für Indonesien zu bewerben. Nicht so dieses Mal: nach etwas Hin und Her hatten wir zwei Tage später alle notwendigen Unterlagen zusammen, nachdem wir ja keine australischen Staatsbürger sind und unsere Einreise explizit nicht per Flugzeug erfolgen sollte - hier die Zusammenfassung:

  • Reisepass + eine weitere Kopie
  • 2 Passbilder
  • 1 ausgefülltes Antragsformular
  • 1 detaillierte Reisebeschreibung (zwei Seiten lang)
  • Ausdruck der Bestätigung des aktuellen Australischen Visums
  • Kopie der Titelseite des Carnet de Passage
  • Kontoauszug
  • Formular mit Angaben zur Verschiffung des Autos (nach Osttimor, warum auch immer das nötig war – aber was soll‘s)
  • Nachweis des aktuellen Wohnorts (das ist witzig für einen Rucksackreisenden – wir hatten zum Glück noch ein Formular unserer alten Adresse unten in Victoria)
  • Bei der Post ausgefüllte Zahlungsanweisung (Verrechnungscheck), da keine Barzahlung akzeptiert wird; dieser kostete bei der Post natürlich auch extra...
Kartenmaterial und Reiseführer
Kartenmaterial und Reiseführer

Im Anschluss an die Indonesische Botschaft fuhren wir weiter: noch sechs Botschaften standen auf dem Plan – ein Wettlauf gegen die Zeit bei nur drei Stunden Öffnungszeit täglich. Unsere nächsten Adressen war die malaysische und thailändische Botschaften. Auch hier schilderten wir unser Anliegen mit der Absicht letzte Fragen zu klären (ein Visum ist für diese beiden Länder nicht nötig). Die Kollegen hier staunten über unser Vorhaben und nach Klärung aller Anliegen und Fragen wünschten diese uns viel Erfolg auf unserer Reise.
Dann sollte es ernst werden: mit großen Erwartungen fuhren wir zur Vertretung von Myanmar. Wir wurden sofort etwas skeptisch, da zwei australische Damen hier arbeiteten und keine Einheimischen. Nach Schilderung unseres Vorhabens und aktuellen Wissens wurde nur gelächelt und mit dem Kopf geschüttelt. Auch bei der Erteilung einer Sondergenehmigung konnten sie uns nicht helfen. Bei dieser Problematik sind wir also auf uns gestellt. Bereits im Voraus haben wir einen lizensierten Reiseorganisator in Myanmar sowie die myanmarische Toursimsubehörde angeschrieben. Wir hoffen nun auf positive Rückmeldung von diesen.
Wir fuhren weiter zur indischen Botschaft. Wieder waren die Mitarbeiter an unserem Vorhaben sehr interessiert und sogar der ‚First Secretary‘ ließ es sich nicht nehmen, uns persönlich jede offene Frage zu beantworten und uns viel Erfolg zu wünschen.
Mit der Absicht, später nochmal für die Beantragung des Indischen Visums vorbei zu kommen, verließen wir das Botschaftsviertel und verbrachten den Nachmittag und die beiden Folgetage mit weiteren Besorgungen (Reiseapotheke, Kartenmaterial, …), dem Aufsuchen von Anbietern für Fahrzeugbeschilderung und der weiteren Gestaltung dieser Webseite. Den Besuch der pakistanischen und iranischen Botschaft verlegten wir auf die kommende Woche.

Obwohl noch viele Fragen offen sind, fällt unsere Anspannung langsam ab und weicht der Vorfreude. Noch etwa zwei Wochen. Dann soll es endlich losgehen auf unser großes Abenteuer. Wir können es kaum erwarten.